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WANDERWEGE DES ZWECKVERBANDS ROTHSEE

Wanderweg Nr. 9


Ausgangspunkt ist das Seezentrum Heuberg. Von dort geht man ein kurzes Wegstück auf dem Hauptsperrendamm und links gelangt man dann zur Schleuse Eckersmühlen. Diese gehört mit den Schleusen Leerstetten und Hilpoltstein mit ihren Hubhöhen von 24,7 m zu den höchsten und eindrucksvollsten Schleusenbauwerken Europas. Alle Schleusen des Main-Donau-Kanals haben eine nutzbare Länge von 190m und eine Breite von 12 m. Ihre Größe gestattet die Durchfahrt sowohl dem sogenannten Europaschiff mit einer Tragkraft von 1350 t als auch zweigliedrigen Schubverbänden bis zu Abmessungen von 11,40 m Breite und 185 m Länge und einer Tragfähigkeit von 3300 t. Von hier aus wird zur Ortschaft Haimpfarrich gewandert. Im Ort gabelt sich dann die Straße und der Weg führt weiter nach rechts über die kleine Roth hinweg. Kurz vor dem Ortsende geht es nach links über einen Feldweg in den Wald hinein. Oberhalb des Tals der Kleinen Roth führt der Weg bis an den Ortsrand von Eckersmühlen. Entlang des Haimpfarricher Weges und der Eckersmühlener Hauptstraße geht es vorbei an der evangelischen Kirche und dem ehemaligen Rathaus, bis der Weg dann nach links in Richtung Wernsbach weiterführt. Vorbei am alten Dorffriedhof mit der Friedhofskapelle werden die Gleise der „Gredl“ überquert. Am Ortsende von Eckersmühlen mündet der Weg rechts in einen Waldweg. Die erholsame Wanderung führt nun vorbei an Äckern und weiten Föhrenwäldern bis die Wallesauer Flur erreicht wird. Aus der Ferne schon grüßt die Dorfkirche von Wallesau. Wallesau gehörte zu ursprünglich pappenheimischen Besitzungen.
Eine erste Kirche wurde Mitte des 15. Jh. erbaut. Der Umbau im Markgrafenstil erfolgte 1756; noch schmücken Wandmalereien und zwei gotische Holzreliefs aus der Zeit um 1500 das Gotteshaus. Durch die Flur führt der Wanderweg in die Ortschaft hinein. Ein außergewöhnliches Denkmal ist vor der Dorfkirche Wallesau zu sehen. Es trägt die Inschrift: „Vom 16. Dezember 1903 bis 25. April 1905 starb kein erwachsenes Mitglied der Kirchengemeinde“. Die Hauptstraße entlang geht es kurz vor dem Ortsende in Richtung Wallersbach/Wallesauer Weiher weiter. Wenige Meter nach dem Ortsende ist rechts ein altes Steinkreuz zu sehen. Von diesem Steinkreuz sind keine urkundlichen Nachrichten bekannt. Der Optik nach zu urteilen, dürfte es sich jedoch um ein Sühnekreuz handeln, das hier um 1500 aufgestellt wurde. Wenn man der Legende Glauben schenken darf, haben sich hier zwei Ritter geschlagen. Einer verstarb an dieser Stelle, der andere schleppte sich bis an den östlichen Waldrand und verstarb dort. Auch dort weist ein Sühnekreuz auf diese schreckliche Tat hin. Entlang einer schmalen Straße ist bald der Wallesauer Badeweiher erreicht. Kurz vor dem Café Waldsee führt der Wanderweg halblinks in den Wald hinein. Erneut geht es durch Föhrenwaldbestand, bis inmitten des Waldes das wunderschön gelegene Gasthaus Wallersbach erreicht wird. Vorbei an den hauseigenen Fischweihern führt der Weg nun weiter in Richtung Eckersmühlen. Weiter geht’s durch den Wald, bis die Ortschaft erreicht wird. Über die Wernsbacher Straße führt der Wanderweg wieder zur Eckersmühlener Hauptstraße. Hier schließt sich die Runde und es geht auf dem bereits gewanderten Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

 

Besonderheiten:


Besichtigung der Schleuse Eckersmühlen (Besucherplattform)
Einkehrmöglichkeiten in Gaststätten in Eckersmühlen, Wallesau und Wallersbach und im Gasthaus Rothsee


Länge und Gehzeit:

16 Kilometer / ca. 3,5 - 4 Stunden

Karte:


 

Karte Rothsee-Wanderweg Nr.9

Kartographie: http://www.b-spachmueller.de



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